November ist der Monat, in dem sich Kenias Wildtierkalender neu kalibriert. Die Hochsaisonmassen sind abgereist, die Preise fallen auf Jahrestiefststand, und die Kurzregen verwandeln die Masai Mara in eine lebendige grüne Bühne für ein oft übersehenes Highlight: die Jungtierzeit. Impala, Topi und Thomson-Gazellen setzen in großen Zahlen Jungtiere, Zugvögel aus Europa strömen ein, und die Licht- und Sturmstimmung bietet Fotografen Möglichkeiten, die die klarblauen Augusthimmel nicht bieten können.
Wetter im November
| Region | Tageshöchst | Tagesminimum | Niederschlag | Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Nairobi | 24 °C | 14 °C | 170 mm | Nachmittags- und Abendschauer |
| Masai Mara | 25 °C | 14 °C | 150 mm | Kurzregen; manche Pisten schlammig |
| Amboseli | 27 °C | 15 °C | 160 mm | Kurzregen; Kilimandscharo oft bewölkt |
| Samburu | 30 °C | 17 °C | 90 mm | Weniger Regen; nördliche Landschaft üppig |
| Küste (Diani/Mombasa) | 30 °C | 23 °C | 170 mm | Kurzregen an der Küste |
| Mount Kenya (Basis) | 18 °C | 10 °C | 175 mm | Regen; Trekking nicht empfohlen |
Jungtierzeit: Impala-Lämmer, Topi-Kälber und aktive Raubtiere
Impala: Das Impala-Ökosystem der Masai Mara mit rund 200.000 Tieren beginnt seine synchronisierte Wurfzeit im November. Innerhalb weniger Tage füllt sich die Mara mit rostbraunen Neugeborenen. Geparden, Leoparden und Hyänen reagieren sofort. Es ist eine der besten Zeiten für Raubtierbeobachtungen - besonders Gepardenjagden.
Topi: Topi-Antilopen kalben Oktober–November. Topi-Kälber können innerhalb von Minuten nach der Geburt aufstehen, bleiben aber in den ersten Tagen sehr verletzlich.
Thomson-Gazellen: Die kleinen Gazellen kalben November–Dezember. Ihr Nachwuchs ist leicht erbeutbar - November ist einer der besten Monate für spektakuläre Gepardenjagd-Beobachtungen.
Vogelbeobachtung auf Jahreshöchststand
November ist der beste Monat für Vogelbeobachtung in Kenia. Paläarktische Zugvögel aus Europa und Zentralasien sind vollständig angekommen und überlagern sich mit den ca. 1.100 heimischen Arten.
Besondere Arten in November:
- Gelbstelze (Motacilla flava): Kommt Oktober–November in riesigen Zahlen auf offene Farmflächen
- Weißbartgrasmücke und andere Sylvia-Arten in Küstenwäldern
- Rotschwanzmilan und andere Greifvögel in Zugkonzentrationen über dem Rift Valley
- Paradiesscharbe (Samburu-Gebiet): Nomadisch, oft November–Dezember
Arabuko-Sokoke-Wald (Watamu) ist im November der beste Ort für Küstenwald-Vogelarten.
Wahlhaie und Schildkrötensaison an der Küste
Wahlhaie: Die Wahlhaisaison vor der kenianischen Küste (Oktober–März) hat im November ihren Höhepunkt. Anbieter in Diani und Watamu bieten Schnorchel- und Tauchtouren an. Chale Island vor Diani und die Watamu-Meeresareale sind die zuverlässigsten Sichtungspunkte.
Meeresschildkröten: Grüne Schildkröten und Unechte Karettschildkröten nisten Juni–Oktober an kenianischen Stränden - November beginnt die Schlupfzeit für spät genestete Gelege. Das Watamu Turtle Watch bietet geführte Programme an.
Preise im November
November bietet die niedrigsten Preise des Jahres:
- Tented Camps (Masai Mara): 180–500 USD/Person/Nacht - 30–50 % günstiger als August
- Mittelklasse-Lodges: 100–250 USD/Person/Nacht
- Inlandsflüge: günstiger als August und September
- Küstenhotels: Niedrigsaison, gute Deals verfügbar
Praktische Tipps
- Morgen-Game-Drives (6–10 Uhr) sind meist regenfrei - Regen fällt typischerweise nachmittags
- Wetterfeste Jacke für Nachmittagsausflüge sinnvoll
- Für Vogelbeobachter: November-Besuch im Arabuko-Sokoke-Wald oder Lake Nakuru kombinieren
- Küstenkombination mit Diani oder Watamu: Wahlhaisaison im Gange, gute Schnorchelkonditionen
Touren und Game Drives buchen Sie über GetYourGuide Masai Mara. Unterkünfte vergleichen Sie auf Booking.com Kenya.