Kenia Küste: Mombasa, Diani, Watamu und Lamu in 10 Tagen

· 7 min read Itineraries
Kenia Küste: Mombasa, Diani, Watamu und Lamu in 10 Tagen

Die Keniaküste ist eine der facettenreichsten Küstenlinien Afrikas: arabische Handelsstädte aus dem 13. Jahrhundert, portugiesische Forts, weiße Korallenstrände, lebendige Fischerdörfer und auf Lamu eine Inselaltstadt, in der bis heute keine Autos fahren. Diese Route verbindet all das in 10 Tagen – von Fort Jesus in Mombasa bis zu den Eselkarren von Lamu.

Weiterführend empfehlen wir Lamu Insel 2026, Mombasa Reiseführer 2026 und Beste Hotels in Mombasa.

Überblick: Die Route

Mombasa (1 Nacht) → Diani Beach (3 Nächte) → Watamu (2 Nächte) → Malindi (1 Nacht) → Lamu (2–3 Nächte)

Gesamtdauer: 9–10 Nächte. Die Route folgt der Küste von Süd nach Nord und endet in Lamu, von wo der Rückflug nach Nairobi der einfachste Abschluss ist.


Stop 1: Mombasa – Swahili-Geschichte und Fort Jesus

Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 Nacht (oder ganztägiger Ausflug von Diani)

Mombasa ist Kenias zweitgrößte Stadt und das wirtschaftliche Zentrum der Küste. Die eigentliche Attraktion liegt im historischen Old Town – ein enges Geflecht aus arabischen und portugiesischen Architekturelementen, Dhow-Werften und einem der bedeutendsten Forts Afrikas.

Fort Jesus

Das Fort Jesus wurde 1593–1596 von den Portugiesen gebaut, um den Hafen von Mombasa zu kontrollieren. Es wechselte die Hände neunmal – Portugiesen, Omanis, Briten – und gilt als eines der bedeutendsten Militärbauwerke Ostafrikas. Heute UNESCO-Weltkulturerbe und Museum.

Eintritt: USD 15 pro Person
Öffnungszeiten: 8:00–18:00 Uhr täglich
Tipp: Die Abendführungen (17:00–18:00 Uhr) zeigen das Fort im goldenen Abendlicht, wenn die Tourismassen verschwunden sind.

Das Museum im Fort zeigt Porzellanscherben aus China (Belege für Handelskontakte im 14. Jahrhundert), osmanische Waffen, Kanonen und eine rekonstruierte Dhow.

Old Town Mombasa

Unmittelbar nördlich des Forts erstreckt sich Mombasa Old Town – verwinkelte Gassen, geschnitzte Holztüren (ein Zeichen von Wohlstand in der Suaheli-Kultur), kleine Moscheen und Kaffeehäuser. Ein Spaziergang dauert 1–2 Stunden und erfordert keinen Guide, aber ein ortskundiger Führer enthüllt Schichten, die man alleine nicht findet.

Mittagessen im Shehnai Restaurant (indische Küche, KES 600–900) oder Jahazi Marine Cuisine am Hafen (Suaheli-Gerichte, frischer Fisch, KES 800–1.200).

Übernachten in Mombasa:

  • Reef Hotel (Nyali Beach): USD 80–120/Nacht, Strand und Pool
  • PrideInn Paradise Resort: USD 100–150/Nacht, nördliche Küste

Stop 2: Diani Beach – 3 Nächte

Anfahrt von Mombasa: 30 km, 45 Min. via Likoni-Fähre (kostenlos) und dann südwärts auf der B8. Taxis ab Mombasa ca. KES 2.000.

Diani ist der Strand schlechthin an der Kenia-Küste: 17 Kilometer weißer Korallensand, geschützt durch ein Riff, das Schwimmen ganzjährig sicher und angenehm macht. Drei Nächte sind das Minimum, um den Strand zu genießen und die wichtigsten Aktivitäten zu machen.

Was tun in Diani

Tag 1: Ankunft, Strandspaziergang, Snorkelausflug zum nahen Riff (Ausrüstung leihbar ab KES 500/Tag, viele Anbieter am Strand).

Tag 2: Tagestour zum Kisite-Mpunguti Marine National Park (ca. 2 Stunden Fahrt nach Shimoni). Das Meeresschutzgebiet im äußersten Süden bietet exzellentes Schnorcheln und Tauchen mit Delfinen und Schildkröten. Touren ab USD 50 pro Person (Boot, Schnorchelausrüstung, Parkgebühr inklusive).

Tag 3: Colobus Conservation Centre am Diani-Hauptort – Schutzprojekt für die seltenen schwarzweißen Colobus-Affen, die im Küstenwald nahe der Hotels leben. Führungen ab KES 500. Nachmittags: Kitesurf-Lektion mit Diani Watersports (ab USD 60/Stunde).

Wo übernachten in Diani

Budget: Diani Backpackers (ab USD 15 Dorm / USD 45 Privatzimmer), South Coast Backpackers
Mittelklasse: AfroChic Diani (ab USD 120), Stilts Backpacker (Baumhäuser, ab USD 80), Baobab Beach Resort (ab USD 110)
Luxus: The Sands at Nomad (ab USD 280)


Stop 3: Watamu – 2 Nächte

Anfahrt von Diani: Fahrt zurück nach Mombasa (1 Std.) und dann weiter nördlich auf der B8 nach Watamu (1 Std.). Gesamtzeit ca. 2–2,5 Stunden. Matatu-Verbindung möglich mit Umstieg in Mombasa.

Watamu ist kleiner und ruhiger als Diani. Die Stärken hier: Meeresschildkröten, ein exzellentes Korallenriff im Marine-Nationalreservat, und die mittelalterlichen Gede-Ruinen.

Was tun in Watamu

Tag 1: Schnorcheltour im Watamu Marine National Reserve (USD 20 Eintritt + ca. KES 2.500 für Glasbodenboot). Die Korallenriffe sind gesünder als in vielen anderen Teilen der Küste. Nachmittags: Besuch von Watamu Turtle Watch – Führung durch das Schildkröten-Schutzzentrum (KES 500).

Tag 2: Gede-Ruinen (USD 5 Eintritt) – mittelalterliche Suaheli-Stadt aus dem 13. Jahrhundert im Küstenwald. Geführte Tour lohnt sich (ca. 1,5 Stunden). Danach: Arabuko-Sokoke Wald – Vogelbeobachtung im letzten großen Küstenwald Ostafrikas (KES 400 Eintritt). Abends: Abendessen im Hemingways-Restaurant (frischer Fisch, ca. USD 25).

Wo übernachten in Watamu

Mittelklasse: Ocean Sports Resort (ab USD 120)
Gehobene Mittelklasse: Hemingways Watamu (ab USD 250)


Stop 4: Malindi – 1 Nacht

Anfahrt von Watamu: 30 km nordwärts, 30–40 Minuten. Matatu KES 100.

Malindi ist als eigenständiges Reiseziel interessant, aber im Rahmen dieser Route eher ein Übernacht-Stopp auf dem Weg nach Lamu. Nutze den Tag für die Gede-Ruinen (falls noch nicht in Watamu gesehen), den Vasco-da-Gama-Pfeiler und einen Abend im Driftwood Beach Club.

Für Flüge nach Lamu: Safarilink und AirKenya fliegen von Malindi direkt nach Lamu (35 Minuten). Alternativ von Mombasa oder Nairobi.

Übernachten in Malindi: Eden Roc Hotel (ab USD 80), Bahari Dhow Beach Villas (ab USD 100)


Stop 5: Lamu – 2 bis 3 Nächte

Anfahrt: Flug von Malindi oder Mombasa nach Lamu (Manda Island Airport). Flugzeit 35–45 Minuten. Preis: ca. USD 70–100 einfach (Safarilink, AirKenya). Überland ist möglich aber sehr zeitaufwendig (8+ Stunden) und auf den nördlichen Straßen derzeit nicht empfohlen.

Wichtig: Von Manda Island Airport geht eine kurze Dhowtour (5 Min., ca. KES 200) nach Lamu Town – keine direkte Landverbindung.

Lamu: UNESCO-Weltkulturerbe ohne Autos

Lamu Town ist eine der am besten erhaltenen Suaheli-Städte der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe seit 2001. Geschnitzte Holztüren, jahrhundertealte Moscheen, enge Gassen wo Esel die einzigen “Fahrzeuge” sind – Lamu lebt in einer anderen Zeit.

Die Insel selbst ist winzig: 15 km lang, 3 km breit. Lamu Town und das benachbarte Shela Village (500 Meter auseinander) sind die zwei Hauptzentren.

Was tun in Lamu

Tag 1: Erkundung von Lamu Town zu Fuß – Lamu Museum (USD 5, zeigt Swahili-Geschichte und traditionelle Dhow-Baukunst), Riyadha Moschee (von außen, eine der ältesten Moscheen der Region), Eselplatz, Dhow-Hafen. Mittagessen im Whispers Coffee House (KES 400–700, hausgemachtes Brot, frische Säfte).

Tag 2: Dhow-Tagestour – ein gesegeltes Dhow-Boot mit Crew erkundet die umliegenden Inseln, Mangrovenwälder und die Sandbänke vor Lamu. Schnorcheln, Picknick und Schwimmen inklusive. Preis: ca. USD 40–60 pro Person (direkt mit den Bootsbesitzern am Hafen verhandeln).

Tag 3 (optional): Ausflug nach Shela Village – 2 km südlich von Lamu Town, mit einem langen weißen Sandstrand (Shela Beach, 12 km lang, bei Ebbe zugänglich). Ruhiger, weniger Verkäufer als in Lamu Town. Peponi Hotel in Shela – das beste Haus auf Lamu, ab USD 200 pro Person/Nacht; ihr Restaurant serviert das beste Krabben-Curry der Küste (ca. USD 20).

Wo übernachten in Lamu

Budget: Jannat House (ab USD 45), Amu House (Preise bei Booking.com prüfen)
Mittelklasse: Lamu House Hotel (ab USD 145, Pools in Innenhöfen)
Luxus: Peponi Hotel in Shela (ab USD 200 pro Person), Majlis Resort (ab USD 350)


Rückflug von Lamu nach Nairobi

Direktflüge von Lamu (Manda Island) nach Nairobi Wilson Airport: ca. 1,5 Stunden. AirKenya und Safarilink fliegen mehrmals täglich, Preis ca. USD 100–130. Buchung im Voraus empfohlen – Lamu ist ein beliebtes Reiseziel und die Plätze sind begrenzt.


Praktische Tipps für die Küstenroute

Transport:

  • Matatus sind die günstigste Verbindung zwischen Mombasa, Watamu und Malindi (KES 100–400 je Strecke)
  • Für Gepäck und Komfort: Mietwagen für den Südküstenabschnitt empfohlen
  • Lamu: nur per Flug oder per Fähre; keine Straßenverbindung empfohlen

Beste Reisezeit: November–März (Trockenzeit, Windstille, klares Wasser). April–Mai (Hauptregenzeit): günstigere Preise, aber Regen und Wellengang.

Kleidung in Lamu: Lamu ist eine konservative muslimische Gemeinschaft. Schultern und Knie bedecken in der Altstadt; Bademode nur am Strand.

Gesundheit: Malaria-Prophylaxe für die gesamte Küstenregion. Dengue-Fieber: Mückenschutz auch tagsüber.

Kosten-Schätzung pro Person (10 Nächte):

PostenBudgetMittelklasse
Unterkünfte (10 Nächte)USD 450USD 1.300
VerpflegungUSD 200USD 400
EintrittsgelderUSD 100USD 100
Transport (inkl. Flüge)USD 250USD 350
AktivitätenUSD 100USD 200
Gesamt~USD 1.100~USD 2.350

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