Der Nairobi National Park ist ein globales Unikat: ein Wildtierschutzgebiet mit freier Großwildbewegung, das nur 7 Kilometer vom Stadtzentrum einer Millionenmetropole entfernt liegt. Löwen, Nashörner und Giraffen leben hier buchstäblich vor der Kulisse der Nairobier Hochhäuser. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diesen außergewöhnlichen Park optimal erleben.
Der Park auf einen Blick
Der Nairobi National Park wurde 1946 gegründet — Kenias ältester Nationalpark. Er umfasst 117 km² Grassavanne, Buschland und Feuchtgebiete entlang des Athi-Flusses. Im Süden ist der Park offen und grenzt an die Kitengela-Ebene, über die Wildtiere (besonders Gnus, Zebras und Elenantilopen) saisonal migrieren. Im Norden liegt die Stadt.
Wildtiere im Park
Was man sehen kann
- Schwarzes (Spitzmau-)Nashorn: Eine der bedeutendsten Populationen Kenias — etwa 50 Exemplare. Häufiger gesehen als in den meisten anderen Parks
- Löwen: Mehrere Rudel, bekannt für ihre gewöhnungsbedingte Entspanntheit in der Nähe von Fahrzeugen
- Leoparden: Selten, aber dokumentiert — besonders in bewaldeten Zonen nahe dem Athi-Fluss
- Büffel: Große Herden
- Kaffernbüffel, Kongoni, Impalas, Warzenschweine: Häufig und leicht zu sehen
- Giraffen (Masai-Giraffe): Häufig; hervorragend vor der Stadtsilhouette zu fotografieren
- Krokodile und Nilpferde: Im Athi-Fluss entlang der Südgrenze
- Vögel: Über 400 Arten, darunter Sekretärsvogel, verschiedene Adlerarten und Geier
Was fehlt
Im Nairobi National Park gibt es keine Elefanten und keine Zebras (sie wandern in die Ebene, aber selten in den Park) — für komplette Big-Five plus Migrationsszenen empfehlen sich Amboseli oder das Masai Mara.
Eintrittspreise 2026
| Kategorie | Preis |
|---|---|
| Erwachsene (Nicht-Residenten) | 60 USD/Person/Tag |
| Kinder (3–18 Jahre) | 30 USD/Person/Tag |
| Fahrzeug | 3,50 USD |
Bezahlung über das eCitizen-Portal unter ecitizen.go.ke/parks.
Öffnungszeiten
Der Park ist täglich von 6:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Game Drives nach Einbruch der Dunkelheit sind nicht erlaubt.
Beste Zeit für den Besuch
Ganzjährig: Anders als in Teilen des Masai Mara ist der Nairobi National Park ganzjährig zugänglich und die Pisten sind durchgängig befahrbar.
Beste Wildtieraktivität:
- Frühmorgens (6–9 Uhr): Löwen aktiv, Nashörner grasen
- Spätnachmittag (16–18:30 Uhr): Zweite aktive Phase
Regenzeit (April–Mai, Oktober–November): Weniger Besucher, grüne Landschaft, aber mehr Vegetation versteckt Tiere.
Trockenzeit (Juni–September, Januar–Februar): Weniger Vegetation, Tiere konzentrieren sich an Wasserquellen — beste Sichtungen.
Anreise und Transport
Von der Innenstadt: 7 km, 15–20 Minuten ohne Verkehr (30–45 Minuten zur Rush Hour).
Uber/Bolt: Am Gate empfehlen wir, ein Uber oder Bolt zu bestellen und den Fahrer zu bitten, am Hauptgate zu warten. Nairobikosten: etwa 5–10 USD vom CBD.
Geführte Tour: Mehrere Anbieter in Nairobi bieten Halbtagstouren für 60–90 USD pro Person an (Fahrzeug und Eintritt inklusive).
Selbst fahren (Self-Drive): Mit eigenem Mietwagen möglich. Ein normales Fahrzeug reicht — die Pisten sind gut ausgebaut.
Öffentliche Matatus: Nicht direkt zum Park. Matatu Richtung Langata-Langata Rd., dann Bodaboda oder Tuk-Tuk zum Gate (nicht zu empfehlen wegen Sicherheit und Gepäck).
David Sheldrick Wildlife Trust: Elefantenwaisenhaus
Das berühmte Elefantenwaisenhaus liegt am Südzaun des Nairobi National Parks. Täglich von 11 bis 12 Uhr können Besucher die Babyelefanten beobachten, die von Rangern aufgepäppelt und auf die Freilassung in die Wildnis vorbereitet werden.
- Eintritt: 40 USD für Nicht-Mitglieder
- Vorabreservierung online zwingend erforderlich (Plätze begrenzt)
- Website: sheldrickwildlifetrust.org
Die Kombination Elefantenwaisenhaus (11 Uhr) + Nairobi National Park Game Drive (Nachmittag) ist ein perfekter Halbtag in Nairobi.
Nairobi Safari Walk und Animal Orphanage
Direkt am Hauptgate des Nairobi National Parks befinden sich:
Nairobi Safari Walk: Ein erhöhter Gehweg durch drei unterschiedliche Ökosystemtypen (Savanne, Feuchtgebiet, Wald) mit Wildtieren in halbwildem Gehege. Eintritt: 20 USD. Besonders gut für Kinder oder Besucher ohne Fahrzeug.
Nairobi Animal Orphanage: Auffangstation für verletzte und verwaiste Tiere. Nicht empfehlenswert für primäre Safari-Erlebnisse, aber interessant für Hintergrundwissen zu Kenias Tierschutzarbeit.
Stadtkulisse-Fotografie
Die Kombination Wildtiere + Nairobier Hochhäuser ist das charakteristischste Fotomotiv des Parks. Beste Positionen:
- Aussichtspunkte auf der Hochebene nahe Gate Langata: Giraffen und Nashörner oft im Vordergrund, Stadtsilhouette im Hintergrund
- Athi-Flusslinie: Krokodile und Nilpferde mit Stadt im Hintergrund (Teleobjektiv nötig)
- Nachmittags: Warmes Licht macht die Stadtsilhouette photographisch interessanter
Ein Teleobjektiv (200–400mm) ist für Nahaufnahmen empfehlenswert; ein Weitwinkel für die charakteristischen Park-plus-Stadt-Kompositionen.
Kombination mit Nairobi-Highlights
Empfehlenswerte Tagesplanung:
- Morgen (6–11 Uhr): Game Drive im Nairobi National Park (selbst oder geführt)
- 11–12 Uhr: Elefantenwaisenhaus (Vorabreservierung!)
- Mittag: Karen Blixen Museum oder Giraffe Centre (14 Uhr Fütterung)
- Abend: Carnivore Restaurant in Langata
Diese Kombination macht aus einem Nairobi-Stopp ein vollwertiges Wildtier-Erlebnis, ohne Nairobi zu verlassen.